Ethik im
Bevölkerungsschutz

Holzfiguren in einem Labyrinth aus Pfeilen

Quelle: freepik, freepik

Aktuelles

Ankündigung:
Vom 25.03.-27.03.2026 findet nun schon zum dritten Mal unser Lehrgang Ethische Dilemmata in komplexen Lagen (14.012) an der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung statt.

07.02.2026 – Veranstaltung
Auch in diesem Semester konnten wir wieder mit Studierenden des B.Sc. Management in der Gefahrenabwehr der Akkon Hochschule über das Thema Ethik im Bevölkerungsschutz diskutieren. Wir danken sehr für den netten Tag und den Austausch über moralische Herausforderungen im Einsatz.

02.2026 – Publikation
Soeben hat uns die Kunde erreicht, dass sich der Abschlussbericht des BBK-geförderten Projekts BESCHUDI (Professionalisierung von Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten im Bevölkerungsschutz) auf dem Weg in die Druckerei befindet. Wir gratulieren unseren Kolleg:innen Prof. Dr. Harald Karutz, Angela Hammerl und Corinna Posingies ganz herzlich zu diesem Erfolg und freuen uns, dass wir einen kleinen Gastbeitrag zu diesem wichtigen Thema beisteuern durften.

09.12.2025 – Veranstaltung
Und nun war auch mal wieder der M.Sc. Führung in der Gefahrenabwehr und im Krisenmanagement an der Akkon Hochschule dran. Wir wünschen allen nun eine schöne Weihnachtszeit.

09.08.2025 – Veranstaltung
Heute durften wir mal wieder Studierenden des B.Sc. Management in der Gefahrenabwehr das Thema näherbringen. Wir danken der AKKON Hochschule wieder einmal für die Möglichkeit und Untersützung.

07.2025 – Publikation
Wir freuen uns, heute eine neue Publikation bekanntgeben zu dürfen.:
Mühleck M., Gabel F. (2025): Ethik im Einsatz – Leitfaden zur ethischen Reflexion im Bevölkerungsschutz, In: Intensiv- und Notfallbehandlung 01/2025, 50. Jahrgang, Dustri Verlag, S. 24-29.

Warum Ethik im Bevölkerungsschutz?

Feuerwehrleute löschen ein brennendes Auto

Quelle: Pixabay, Reinhard Thrainer

Hilfeleistung und
Eigenschutz

Ab wann ist ein Risiko
(für Einsatzkräfte) zu hoch?

Zwei Menschen Menschen mit Mundschutz begrüßen sich durch Berührung der Ellenbogen

Quelle: freepik, freepik

Individual- und Gesellschaftsinteressen

Welche Interessen können
(nicht) berücksichtigt werden?

Feuerwehrschlauch mit drei Anschlüssen

Quelle: Pixabay, blickpixel

Begrenzte Ressourcen und
gleicher Hilfeanspruch

Was bedeutet es,
Ressourcen gerecht zu verteilen?

Unsere Schulungsangebote

Lehrgang für Einsatz- und Führungskräfte
„Ethik im Bevölkerungsschutz“

Zielgruppe

  • Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen, Feuerwehren und anderer Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben
  • Vorwissen ist nicht nötig

Lernziele

  • moralische Herausforderungen von anderen Einsatzproblemen unterscheiden zu können
  • im Rahmen einer ethisch reflektierten Entscheidungsfindung wertbezogene Argumente mit Blick auf ethische Prinzipien formulieren zu können
  • wertbezogene Argumente für und gegen Handlungsoptionen analysieren, gewichten, um eine begründete Entscheidung treffen zu können

Dauer und Kursgröße

  • 8h, wahlweise an einem Tag oder aufgeteilt
  • Eine Gruppengröße von 14 Personen ist optimal
Holzfiguren in einem Labyrinth aus Pfeilen

O-Töne von Teilnnehmer:innen

Menschen hören einem Vortrag zu.

Quelle: Margret Garbrecht Fotografie

Vortragsanfragen und Dienstabende
„Ethik im Bevölkerungsschutz“

Zielgruppe

  • alle Interessierten
  • Vorwissen ist nicht nötig

Lernziele

  • je nach Anfrage

Dauer und Kursgröße

  • je nach Anfrage

Referenzen

Nominierung für den Hanno-Peter-Preis 2024 der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin

Über uns

Wir sind Friedrich Gabel und Mara Mühleck. Wir beschäftigen uns seit einigen Jahren mit der Frage, wie man Einsatzkräfte im Bevölkerungsschutz im Umgang mit moralischen Herausforderungen im Einsatz unterstützen kann.

Mara ist aktuell akademische Mitarbeiterin am Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie an der Medizinischen Hochschule Brandenburg tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in Public Health Ethics und qualitativer Sozialforschung. Sie hat einen Hintergrund in Soziologie und angewandter Ethik und ist als Dozentin für Ethik, Gesundheitsförderung sowie als klinische Ethikberaterin (AEM) und systemische Beraterin tätig. 

Friedrich ist aktuell als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen tätig. Seine Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Katastrophenethik und inklusiver Bevölkerungsschutz. Er hat einen Hintergrund in Philosophie, Erziehungswissenschaften und Angewandter Ethik und ist als Dozent für Ethik und inklusiven Bevölkerungsschutz tätig. Ehrenamtlich ist er im Katastrophenschutz aktiv und berät die Initiative Inklusive Katastrophenvorsorge.

Die Inhalte dieser Seite und die Schulungsangebote haben ihre Grundlage im Forschungsprojekt EKAMED (Ethik in der Katastrophenmedizin), welches von 2020 bis 2022 durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gefördert wurde. In EKAMED erstellten Friedrich (Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften, Universität Tübingen) und Mara (Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Universität Tübingen) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Katastrophenmedizin und unter Assoziation des Arbeiter-Samariter-Bundes e.V., der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V., des Deutschen Roten Kreuzes e.V., der Johanniter Unfallhilfe e.V. und des Malteser Hilfsdienstes e.V. einen Leitfaden für ethische Reflexion im Bevölkerungsschutz und ein erstes Ausbildungskonzept. Für die Erstellung wurden über 100 Einsatzkräfte und Expert:innen aus dem Bevölkerungsschutz befragt.

Seit Ende des Projekts werden die Inhalte und Angebote beständig weiterentwickelt.

Materialien

Gabel F., Mühleck M., Krause K., Schad J., Rekowski M. (2023): Ethische Reflexion im Bevölkerungsschutz. Leitfaden für eine ethisch reflektierte Entscheidungsfindung im Sanitäts- und Betreuungsdienst, Sonderband 2023, Projektleitung Regina Ammicht Quinn, Urban Wiesing und Hans-Jörg Ehni, Hg. v. BBK (Forschung im Bevölkerungsschutz)

Netzwerk

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